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Telefonieren in Italien, Datenfunk, Roaming, Gebühren und wichtige Rufnummern

 

Vorwahl für Italien ist die: 0039

Vorwahl für Deutschland ist die: 0049

Wenn Sie innerhalb Italiens telefonieren, dann wählen Sie im Festnetz die „0“ der Ortsvorwahl mit, wenn Sie aus Italien nach Deutschland telefonieren, dann unterdrücken Sie die „0“ der Ortsvorwahl und wählen Sie die 0049 vor. Es ist das gleiche Prinzip wie in Deutschland.


Notrufnummern:

Carabinieri (Bundespolizei) - Notruf 112
Polizia di Stato - Notruf 113
Feuerwehr (Vigili del Fuoco) 115
Erste Hilfe (Pronto Soccorso) - Notruf 118

Erste Hilfe (regional):

Florenz (055 - 21 22 22)
Grosseto (0564 - 22 024)
Livorno (0568 - 223 111)
Lucca (0583 - 46 77 13)
Pisa (050 - 99 23 00)
Siena (0577 - 28 00 09)

Telefonieren und Datenübertragung mit dem Mobiltelefon:

Ab dem 15. Juni 2017 sind die Roaming Gebühren EU-weit, also auch in Italien, weggefallen. Dies bedeutet, dass das Telefonieren und die Datenübertragung per Mobilfunk mit dem Vertrag eines deutschen Mobilfunkanbieters in Italien genauso viel kostet, wie in Deutschland.

Ausnahmen:

  • Im Rahmen des „Fair Use“ Prinzips können Aufschläge erhoben werden, wenn erkennbar wird, dass der Kunde im Ausland einen günstigeren Handyvertrag erwirbt, den er dann im Heimatland nutzt.
  • Mobilfunkanbieter in Italien können zudem Aufschläge erheben, wenn sie nachweisen können, dass sie mit dem Tarif des deutschen Mobilfunkanbieters nicht kostendeckend arbeiten können, oder wenn die Roamingnutzung, insbesondere der Datenverkehr, „unangemessen“ erscheint, zum Beispiel bei Tarifen mit hohen Datenvolumina (sog. „offene Datentarife“). Dies müssen jedoch die nationalen Regulierungsbehörden entscheiden, bei normaler Nutzung des Mobilfunks ist ein solches Verfahren äußerst unwahrscheinlich. Urlauber, die sich in der Regel nur einen begrenzten Zeitraum in Italien aufhalten, dürften in aller Regel nicht betroffen sein.
  • Kunden müssen darauf achten, dass sie beispielsweise im Rahmen einer Kreuzfahrt, bzw. einem Ausflug auf See, sich in internationalen Gewässern bewegen können und dann deutlich höhere Gebühren bezahlen müssen.

Nach wie vor müssen auch in Italien die Kunden eine Benachrichtigung erhalten, wenn sie die vereinbarten Kostenobergrenzen erreichen. Ist die Obergrenze erreicht, so muss der Kunde darüber informiert werden, in welcher Höhe der Preis für die weitere Nutzung berechnet wird. Reagiert der Kunde nicht, so muss die Datenverbindung unterbrochen werden.

Grundsätzlich gilt dennoch:

Wer vorhat, im Ausland viel zu telefonieren oder Daten-Roaming zu betreiben, sollte sich bereits vor der Abreise ins Ausland gezielt nach den Preisen erkundigen - es gibt Anbieterabhängig noch Stolperfallen, sogenannte "Ausnahmeregelungen" (s.o.), auf die man achten sollte - ganz besonders, falls Sie Daten-Roaming (z.B. per WhatsApp) betreiben.

achtung Verwenden Sie nach Möglichkeit in Italien keine Servicerufnummern. Auch bei internationalen Vorwahlen (00XY) kann es sein, dass EU-Recht nicht greift, und Sie einen hohen Betrag pro Minute bezahlen müssen.

Um sogenannte "Schock-Rechnungen" zu vermeiden, haben Sie als Kunde übrigens das Recht, mit Ihrem Anbieter zu vereinbaren, ab welchem Betrag die Verbindung automatisch beendet werden soll. Alle Handy-Gespräche müssen zudem nach der ersten halben Minute sekundengenau abgerechnet werden. Die Kostenbegrenzungsfunktion für mobiles Datenroaming ist gemäß Bundesnetzagentur seit dem 1. Juli 2012 grundsätzlich auch weltweit gültig.

Mehr Informationen unter:

https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Verbraucher/WeitereThemen/InternRoaming/EURoaming/EURoaming-node.html

 

Was bisher geschah:

01.07.2012

Die Kosten für Handy-Gespräche von EU-Land zu EU-Land sind auf maximal nunmehr 35 Cent pro Minute (inklusive Mehrwertsteuer, also brutto) gesunken. Die meisten Telekommunikationsunternehmen werden sehr nahe an diesem Betrag bleiben, daher ist diese Zahl ein guter Anhalt. Das Versenden von SMS soll seit Juli 2012 mit 11 Cent (brutto) pro SMS teilweise sogar billiger als in Deutschland sein. Hierzu berichtet auch das Nachrichtenmagazin FOCUS.

01.05.2016

Mobilfunkanbieter haben gemäß einer EU-Roaming-Verordnung ihre Preise erneut gesenkt. Telekommunikations-Anbieter dürfen nur noch maximal 6 Cent pro Minute für Anrufe, 2 Cent pro SMS oder 6 Cent pro Megabyte bei Datentarifen im EU-Ausland als Zusatzgebühr verlangen (alle Preise inklusive Mehrwertsteuer). Insgesamt darf eine Minute Gespräch jedoch nicht mehr als 23 Cent kosten. Die Rheinische Post berichtet auch hierüber.

15.06.2017

Die Roaming Gebühren sollen nun endgültig "wegfallen". Dies bedeutet im Klartext, dass die Gebühren, welche anfallen, wenn Sie die Leistungen eines fremden Kommunikationsanbieters in Anspruch nehmen, nun gedeckelt sind und z.B. bei Telefongesprächen mit maximal 3,2 Cent pro Anrufminute (als Aufpreis des fremden Kommunikationsanbieters) nun tatsächlich deutlich günstiger werden. Die Gebühren für Datenroaming dürften ebenfalls fallen, von 7,70 Euro/Gigabyte ab 15.06.2017 bis auf 2,50 Euro/GB im Jahr 2022. Kritiker merken jedoch an, dass sich viele Telefonanbieter die entgangenen Einnahmen zukünftig über eine Anpassung der Mobilfunkverträge wieder hereinholen werden. Auch Welt Online berichtet hierzu.